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BewohnerInnen sagen Danke: Genähte Schutzmasken für die PflegerInnen

  • Datum Montag, 27.4.2020

Mehrere Bewohnerinnen des ÖJAB-Haus Neumargareten, Wohn- und Pflegeheim, nähen derzeit Stoffmasken zum Schutz gegen COVID-19 und schenken sie den MitarbeiterInnen des Hauses. Sie wollen sich damit im Namen aller 218 HeimbewohnerInnen bei ihnen für die besonderen Leistungen in der Coronavirus-Krise bedanken. Denn viele Sicherheits- und Hygienemaßnahmen sind zusätzlich umzusetzen. Die Verantwortung, das Virus keinesfalls ins Heim einzuschleppen, ist groß. 

Übergabe selbstgenähte Schutzmasken von Bewohnerin an Pflegemitarbeiterin als Dankeschön für die Leistungen der Pflegekräfte.Selbstgenähte Schutzmasken als Dankeschön für die Leistungen der Pflegekräfte.

MEhr als 200 Masken für PfLegekräfte

Frau Gertraud Lesniewicz ist die Rekordhalterin: Sie hat seit Mitte März schon mehr als 180 Masken genäht, und es macht ihr nach wie vor große Freude. "Meine Motivation ist, dass die Masken gebraucht werden und dass ich einen Beitrag zur Eindämmung des Corona-Virus leisten möchte", sagt sie. Früher hat sie als Schneiderin gearbeitet. Sie verwendet eigene Stoffreste oder gespendete Stoffe von Mitbewohnern, Pflegern und Angehörigen.  Eine Mitbewohnerin, die ebenfalls früher Schneiderin war, hat vor einer Woche begonnen, Masken zu nähen. Weitere BewohnerInnen überlegen nun mitzumachen. 

"Wir helfen einander gegenseitig."

"Wir sind für dieses Geschenk unserer Bewohnerinnen sehr dankbar", meint Monika Antl-Bartl, Direktorin des ÖJAB-Hauses Neumargareten. "Masken sind derzeit Mangelware. Außerdem waschen wir die selbst genähten Stoffmasken im Haus und verwenden sie wieder. So vermeiden wir Einwegmasken, die nach ein paar Stunden weggeworfen werden müssen und die Umwelt belasten. Vor allem aber ist dies eine Geste der Wertschätzung für unsere Pflegearbeit. Das freut uns sehr und gibt uns Halt in dieser herausfordernden Zeit. Wir helfen einander gegenseitig: mit Pflege und mit dem Nähen von Masken." 

Inzwischen möchten sich auch mehrere ehrenamtliche MitarbeiterInnen des Hauses daran beteiligen, Masken zu schneidern und zwar für das BPI der ÖJAB und AusbildungsFit, die sich im selben Wiener Bezirk Meidling befinden. Die jungen TeilnehmerInnen dieser beiden Einrichtungen werden, sobald sie wieder in die Ausbildungsstätten kommen können, die Schutzmasken tragen. So wird bereichsübergreifend zusammen geholfen.