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Illustration of the ÖJAB fields of activity: Students & Youth, Senior Citizens & Care, Education & Integration, development cooperation, About ÖJAB.

80 Jahre ÖJAB – Gemeinsam Zukunft Gestalten

Verantwortung, Innovation, Verlässlichkeit und Zusammenhalt

  • Monday, 16.3.2026

Die ÖJAB feiert im Jahr 2026 ihr 80-jähriges Bestehen. 1946 bauten Jungarbeiter eine Wiener Bombenruine zu einem Wohnheim um. Aus diesem Gründungsmoment entwickelt sich eine österreichische Organisation, die nachhaltig in den Wirkungsfeldern Jugend, Alter & Bildung tätig ist. 

Logo 80 Jahre ÖJAB

Seit 1946 bietet die ÖJAB jungen Menschen an deren Ausbildungsort einen leistbaren Wohnplatz, an dem sie überdies eine familiäre Gemeinschaft finden und Lebenserfahrungen sammeln können.  Gegründet wurde die „Österreichische Jungarbeiterbewegung“ Ende 1946 von Dr. Bruno Buchwieser (1919 – 1993) gemeinsam mit jungen Bauarbeitern. Sie arbeiteten am Wiederaufbau des durch den Zweiten Weltkrieg zerstörten Wiener Stephansdomes und adaptierten eine Bombenruine in der nahen Himmelpfortgasse 19 zu ihrem Wohnheim.  

In den folgenden Jahrzehnten wurde die ÖJAB zu einer Jugendorganisation und einer gemeinnützigen NGO mit heute insgesamt 43 Standorten für studentisches Wohnen, stationäre und mobile Pflege, Bildung und Integration und Entwicklungszusammenarbeit. 820 Menschen arbeiten hauptamtlich in der ÖJAB. Damit wurde die NGO auch zu einer österreichischen Arbeitgeberin von relevanter Größe, der Vielfalt sowie gesunde Führung und Selbstführung wichtig sind. #JobmitSinn 

Die ÖJAB wird das 80-Jahre-Jubiläum mit verschiedenen Veranstaltungen intern und extern feiern, darunter auch eine Verleihung des Goldenen Ehrenschildes der ÖJAB an den Wiener Bürgermeister Michael Ludwig und die niederösterreichische Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. Prominente Grußbotschaften, Podcasts und Social-Media-Beiträge, die von der Geschichte eine Brücke in die Zukunft schlagen, werden die ÖJAB durch das Jubiläumsjahr begleiten.  

Dabei soll deutlich werden, was die ÖJAB ausmacht: Verantwortung, Innovation, Verlässlichkeit und Zusammenhalt.  

Meilensteine aus 80 Jahren 

1961 holte die ÖJAB Jugendliche aus Obervolta, dem heutigen Burkina Faso, zur Ausbildung nach Österreich. Heute verfolgt die ÖJAB in ihrer Entwicklungszusammenarbeit in Burkina Faso Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) der Vereinten Nationen: Berufsausbildung, Wasser-, Sanitärversorgung und Hygiene (WASH), nachhaltige ländliche Entwicklung und Stärkung der Frauenrechte. 

Nachdem die Jungarbeiterbewegung schon in den 1950er Jahren für die Vision eines vereinten Europas eingetreten war, engagiert sie sich heute in einer Vielzahl von europäischen Kooperationsprojekten zu sozialen Themen. 1965 begann die ÖJAB eine bis heute andauernde Kooperation mit der japanischen Jugendorganisation YUAI, die auf der völkerverbindenden Ethik Richard Coudenhove-Kalergis aufbaut.  

Um benachteiligten jungen Menschen durch eine Ausbildung zur Selbständigkeit zu verhelfen, gründete die ÖJAB 1966 das Berufspädagogische Institut (BPI) und begann vor 25 Jahren mit der Fördermaßnahme AusbildungsFit des Sozialministeriums. 

Seit dem Ende der 1970er Jahre pflegt die zuvor ausschließlich als Jugendorganisation tätige ÖJAB auch Seniorinnen und Senioren. 2020 wurde auch eine Pflegeschule gegründet.  

„Unser Ziel war es immer, flexibel Hilfe zu leisten, wo es die Gesellschaft benötigt. Die Vielfalt unseres sozialen Engagements entstand, weil wir kommende gesellschaftliche Entwicklungen früh erkannten und danach handelten. Auch heute ist das so, etwa wenn wir in die Pflegeausbildung investieren. Ein Grundsatz unserer Arbeit ist, parteipolitisch unabhängig zu bleiben und alle zur Zusammenarbeit einzuladen.“
Wilhelm Perkowitsch, Ehrenpräsident, ehem. Geschäftsführer
„Wir haben die Zeit einer stark gründergeprägten Organisation hinter uns gelassen und uns zu einer modernen, zukunftsorientierten NGO entwickelt. An 43 Standorten kümmern wir uns um Mitmenschlichkeit, Verantwortung und Innovation. Diese Größe unserer Organisation ist eine Herausforderung, doch zumeist ein Geschenk, weil wir viele Synergien nutzen und unsere Wirksamkeit vereint leben. In der ÖJAB werden alle Menschen in ihrer Individualität wahrgenommen, respektiert und in ihrer Würde geachtet. Diese Grundeinstellung lässt einen starken Zusammenhalt entstehen.“
Monika Schüssler, Geschäftsführerin