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Bienen schaffen Zukunft

Höhere Einkommen durch effiziente Bienenzucht

Nach positiven Erfahrungen im Pilotprojekt „Der Honig von morgen“ weitet die ÖJAB ihr Konzept nachhaltiger, effizienter Imkerei als Einkommensquelle für ländliche Haushalte auf die Gemeinde Kourinion in der Region Guiriko (bis 2025: Hauts-Bassins) im westlichen Burkina Faso aus. Die ÖJAB bringt lokalen Imker:innen effizientere und schonende Methoden der Bienenzucht näher und unterstützt sie beim Vertrieb.

Projektziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) der Vereinten Nationen*

  • Ziel 1: Keine Armut
  • Ziel 2: Kein Hunger
  • Ziel 8: Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum
  • Ziel 13: Maßnahmen zum Klimaschutz
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Hintergrund und Bedarf

Die Menschen in Burkina Faso sehen sich in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung vielen Hindernissen ausgesetzt. Arbeitslosigkeit und mangelnde wirtschaftliche Perspektiven sind in ländlichen Gebieten, in denen der Großteil der Bewohner:innen Subsistenzwirtschaft in Form von Landwirtschaft oder Viehzucht betreibt, weitverbreitete Probleme. Frauen und junge Menschen sind aufgrund ihrer niedrigen sozialen Stellung in den traditionellen gesellschaftlichen Strukturen besonders betroffen.

Die Imkerei stellt jedoch eine wichtiger werdende Einkommensquelle für viele Haushalte dar, da sie eine vergleichsweise niederschwellige Methode ist, seine finanzielle Situation zu verbessern. Fehlende Ressourcen und mangelndes Wissen über nachhaltige Bienenzucht hemmen jedoch ihr Potential.

Zwei Frauen arbeiten im Freien an einem modernen Holzbienenstock. Eine der Frauen blickt zur Kamera, die andere steht seitlich und trägt ein Kleinkind in einem bunten Tragetuch auf dem Rücken. Im Hintergrund ist eine für Burkina Faso typische, trockene Landschaft mit weiteren Teilnehmer:innen zu sehen.Zwei begünstigte Bienenzüchterinnen bei der Einrichtung der neuen Bienenstöcke.

Projektaktivitäten

Mit dem Projekt „Bienen schaffen Zukunft“ unterstützen die ÖJAB und ihr lokaler Projektpartner Agrovetapic 50 burkinische Imker:innen dabei, die Produktion von Honig und anderer Bienenprodukte zu steigern und gleichzeitig nachhaltiger zu gestalten. Den Imker:innen wird moderne Ausrüstung, darunter 100 Bienenstöcke, Schutzkleidung und weitere Ausstattung zur Verfügung gestellt, was sowohl die Ernte als auch Kontrollen der Bienenvölker erleichtert.

Agrovetapic schult die begünstigten Imker:innen in der richtigen Anwendung der moderneren Geräte und Bienenstöcke, erweitert ihr Wissen über die Bienenzucht und unterstützt sie etwa bei der Früherkennung von Krankheiten der Bienenvölker.

Neben der Erhöhung der Erträge ist der Verkauf der Bienenprodukte ein wichtiger Schlüssel zur Verbesserung der Einkommen der begünstigten Bienenzüchter:innen. Dazu dient die Gründung einer Imker:innen-Genossenschaft, die mehr Absatzmöglichkeiten schafft und sie so bessere Preise für ihre Waren erzielen lässt. Außerdem können Geräte zur Honiggewinnung teilweise gemeinschaftlich genutzt werden.

Ein burkinischer Mann steht in einem einfachen Schulungsraum und hält einen Vortrag. Er zeigt auf eine an die Wand projizierte Präsentation mit Bildern von Bienenstöcken, während mehrere Teilnehmende, darunter Frauen mit Kopfbedeckungen, auf Bänken sitzen und zuhören. Vor ihm stehen ein Tisch mit Laptop und Beamer; die Lehmwand des Raumes und die schlichte Ausstattung unterstreichen den praxisnahen Bildungsrahmen des Imkerei-Projekts.Ein Experte von Agrovetapic hält für die Begünstigten einen Vortrag über moderne Imkereimethoden.

Wirkung

Durch die Verbesserung der Herstellungsmethoden können die Imker:innen sowohl qualitativ als auch quantitativ deutlich höhere Erträge erwarten. Die gemeinsame Organisation in der Genossenschaft verbessert zudem ihre Marktposition, was insgesamt zu deutlich höheren Einkommen für sie führt. Die modernen und deutlich weniger invasiven Kontroll- und Erntemethoden nützen der Gesundheit der Bienenvölker, was sich wiederum positiv auf die lokale Biodiversität auswirkt.

*The content of this publication has not been approved by the United Nations and does not reflect the views of the United Nations or its officials or member states.